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Peer Gynt – Premiere

Ort:

Kulturzentrum Schlachthof

Raum:

Kesselhalle

Ein Gemeinschaftsprojekt von Theaterwerkstatt Hochschule und Werkstatt Bremen/Martinshof

 

Abstoßend und faszinierend zugleich

Peer Gynt ist charmant und durchaus liebenswert – aber auch verletzend und gemein. Auf seine Mitmenschen hat er zugleich eine faszinierende und abstoßende Wirkung. Er ist ein notorischer Lügner, Außenseiter, Querdenker aber vor allen Dingen ein Egoist.  Der junge Peer lässt Mutter, Heimat und Kind und seine große Liebe Solveig zurück, um sich die Welt anzumaßen. Dabei hat er höchste Ansprüche, will Kaiser der Welt werden und scheut auf diesem Weg keine moralische Verfehlung.

Bin kein Kaiser – bin eine Zwiebel

Auf der Suche nach Identität

„Das berühmte Bild von der Zwiebel, die nur aus Häuten besteht und kein Inneres,

kein Zentrum, keine Substanz besitzt, treibt Peer Gynt, den zweiten großen Kern-Forscher der europäischen Dramatik neben Goethes Faust, am Ende seines Lebens

zur Verzweiflung. Zerrissen zwischen Freiheitsdrang, der keine Festlegung auf bestimmte Haltungen und Prinzipien erlaubt, und der Sehnsucht nach einem starken, unverwechselbaren ICH mit unwandelbaren Charakterzügen rast Peer durch die Welt.“ (zitiert aus: Programm Residenztheater München).

Das Werk von Ibsen ist von brisanter Aktualität

Zeitlos aktuell ist nicht nur die anstrengende Suche des jungen Peer nach Orientierung und Sinn des Lebens. Bei dem Versuch, sich die Welt anzueignen, geht Gynt den Weg der Ökonomie. Er wird mit Sklaven- und Waffenhandel reich. Aus wechselnden Identitäten schlägt er Kapital. Hatte Ibsen den „Manchester-Kapitalisten“ vor Augen, so drängt sich im modernen Gynt das Bild des Neoliberalismus auf, eine ökonomische Wertordnung, die täglich Reichtum, aber auch Armut, Elend und eine zerstörte Welt in sozialer und ökologischer Hinsicht produziert.

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