safety first
Das Projekt
Die Ausstellung

Kontakt und Information

Das Management des „Standorts Bremen“ profiliert sich:
Keine Garantie für den Fortbestand kultureller Vielfalt, Privatisierung öffentlicher
Räume, kostengünstige Kontrolle und Bereinigung sozialer „Brennpunkte“, Platzverweise.
Sicherheit - Sauberkeit - Service: Dies ist nicht nur der Slogan für die neue Kultur
rund um den Hauptbahnhof, sondern - gegen den Strich gelesen -
das Thema des neuen Schlachthofprojekts:
Innere Sicherheit im städtischen Raum.
Wir laden KünstlerInnen und interessierte Menschen ein, sich an der
Ausstellung
>safety first< zu beteiligen.

 

 

Das nächste Mal werden Sie sich genau umsehen, ob sie eine Kamera entdecken, und vielleicht versuchen, sofern Sie eine ausgemacht haben, sich möglichst unauffällig zu verhalten, um nicht wieder in Verdacht zu geraten. Möglicherweise ist aber gerade das wieder die Ursache, daß Sie verkrampft sind und prompt den nächsten Alarm auslösen.

 


Innere Unsicherheit: die Angst, die Norm nicht zu erfüllen, in der Konkurrenz zu versagen, verdrängt und ausgeschlossen zu werden. Soziale Entsicherung.

 



Ins Zentrum der Aufmerksamkeit gerückt: Politisch und massenmedial inszenierte Bedrohungen in wechselnder Folge. Gefährdungen von Sicherheit und Ordnung durch störende „Elemente“ von Punkern bis zu Ausländern, Schmutz, Graffitti, Vandalismus ...

 

 

 

 


Der Wunsch nach Zugehörigkeit zur Gesellschaft der Gesicherten erzeugt Einverständnis: Grenzziehungen, Diskriminierungen, Bereinigung, Kontrolle.

 


Konformitäts - Training, Optimierung der Selbstdarstellung, Demonstration der Bereitschaft zu „riskanten“ Herausforderungen: Eigenwerbung im Show - Wettbewerb. Ergebnis: Image - Identität Flexibel, kompatibel, jederzeit erreichbar, jederzeit kontrollierbar - attraktiv und preiswert!

 


Profilierung in der globalen Konkurrenz der Standorte. Privatisierung öffentlicher Plätze, Räume und Anlagen im Sinne der Sanierung: Sicherheit, Sauberkeit, Service: Privates Management ist billiger, schneller und schlauer! Wohlgefühl durch Ausschluß von Störfaktoren: Zugangskontrollen zu bereinigten Konsumzonen - Mindestanforderung: Demonstration von Zahlungsfähigkeit. Vorbildlich für die Nutzung öffentlicher Rest - Räume.


Die Teilnahme ist freiwillig.
Die Risiken überschaubar:
- Verzicht auf das Recht am eigenen Bild
- Verzicht auf den Schutz persönlicher Daten
- Verzicht auf den Schutz der Privatsphäre
- Verzicht auf demokratische Kontrolle der Kontrolleure
- Verzicht auf Toleranz
- Verzicht auf Vielfalt
- Verzicht auf Würde
- ... .

 

 

 


 







 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

für die Einreichung der Konzepte war der 27. April 2000

Kulturzentrum Schlachthof - Medienwerkstatt - Findorffstr. 51 28215 Bremen fon 0421-3777533 fax 0421-3777511 email insich@gmx.de in Kooperation mit city.crime.control und dem Arbeitslosenzentrum Tenever

 

 

 





 

 

 

 

 

 

 

 



 


 

 



wird die Veränderung subjektiver Sicherheitsbedürfnisse, die Zunahme von Ängsten vor Gewalttaten und Verrohung der Sitten ins Verhältnis gesetzt zu medial und politisch verbreiteten Bedrohungsszenarien und den neuen innenpolitischen Sicherheitskonzepten. In Kooperation mit engagiert arbeitenden Projekten und interessierten Einzelpersonen soll ein offenes Forum für die Entwicklung von Perspektiven städtischer Freiheit entstehen. Im Rahmen des Projekts sind Diskussionsveranstaltungen, künstlerische Produktionen und workshops geplant. Das Projekt wird im September / Oktober 2000 im Schlachthof mit einer Ausstellung und einer Vortrags- und Filmreihe präsentiert.



 

 


Wir laden KünstlerInnen und interessierte Menschen ein, sich an der Ausstellung `safety first´
im Sept. / Okt. 2000 im Schlachthof zu beteiligen. Recherchen im urbanen Raum - Beobachtungen
in der Privatsphäre- Provokationen in der Öffentlichkeit - Visionen von Sicherheit
- soziale Dokumentationen - technische Überwachungsstrategien - Statistiken - Verhaltensmuster
Die Ausstellung wird in den Räumen des Schlachthofs präsentiert. ( Foyer, Magazinkeller, Turm )
Auch das Außengelände kann einbezogen werden. Weitere Ausstellungs- und Aktionsorte
( Innenstadt, Ladenlokale, Wohnungen, etc. ) können bei Bedarf hinzugezogen werden.
Die künstlerischen Produktionen werden im Rahmen des Projektetats gefördert.
Angesprochen sind KünstlerInnen, Multimediaexperten, Video- und FilmemacherInnen
sowie kulturell, sozial und politisch arbeitende Gruppen und Einzelpersonen.