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Drei Tage im März – Vom Schlachthof nach Auschwitz

Ort:

Kulturzentrum Schlachthof

Raum:

Kesselhalle

Ein dokumentarisches Musiktheater über die Deportation von dreihundert Sinti und Roma vom Bremer Schlachthof im März 1943

 

 

Eigentlich soll in der Kesselhalle ein Hip-Hop-Konzert stattfinden. Doch Romeo Gitano hat ständig die Stimme seiner Vorfahren im Kopf, die ihm als Kind erzählt haben, was an diesem Ort vor 76 Jahren passiert ist, als die Sinti und Roma aus Nordwestdeutschland im Bremer Schlachthof für die Deportationen ins KZ Auschwitz-Birkenwald gesammelt wurden.

Wie die Geschichte der 12köpfigen Familie des Kraftfahrers und Musikers Wilhelm Schwarz, die zum Zeitpunkt der Deportation direkt neben dem Schlachthof in der Findorffstraße 99 wohnte, und von der nur eine Tochter Auschwitz überlebte. Mehrere Kinder der Familie besuchten zum Zeitpunkt der Deportation die Schule an der Gothaer Straße.

Diese Geschichte steht stellvertretend für den Rassenwahn der Nationalsozialisten, für die Verdrängung der Schuld nach dem Krieg und für das tief in den Familiengeschichten der Sinti und Roma überlieferte Misstrauen gegen Bildungs- Wissenschafts- und Herrschaftsapparate. Erzählt wird sie mit überlieferten Zeitzeugenberichten, Tondokumenten und der eigens hierfür komponierten Musik des Dardo Balke Ensembles.

Über die in der Jetztzeit angesiedelte Rahmenhandlung wird die historische Perspektive mit den Fragestellungen der Enkelgeneration an diese Geschichte, aber auch Gegenwart und Zukunft der Sinti und Roma verbunden.

Veranstalter:
Kulturzentrum Schlachthof

Vorverkaufsstellen:
Schlachthof

Preise:
Eintritt: 16,00€, ermäßigt 10,00€