Eine in Gesprächen mit Männern entstandene Erkundung männlichen Leids und die Suche nach neuen Formen des Miteinanders.
Eine radikale Kritik der Männlichkeit, die nicht anklagt, sondern verstehen will
Der Mann, ein Opfer? Nein - und ja. Noch immer sind es vor allem Männer, die regieren, besitzen, entscheiden, gewinnen. Doch hinter der Dominanz zeigt sich eine widersprüchliche Wirklichkeit: Männer blocken ab, setzen sich über andere hinweg, schweigen und verschwinden. Sie fehlen, in Familien und Partnerschaften, einander und sich selbst. Ausgehend vom Verlust ihres Bruders erkundet Sophia Fritz das Mannwerden in der Gegenwart. Sie sucht nach den kulturellen und emotionalen Mechanismen, die erklären, warum Männlichkeit in ihrer heutigen Form so viel Schmerz erzeugt - für die, die sie verkörpern, und für jene, die unter ihr leiden.
Nach “Toxische Weiblichkeit” ist “Der Mann, das Opfer” eine dringend gebotene und empathische Kritik patriarchaler Männlichkeit, aber vor allem ist es eine Einladung, an dessen Stelle etwas Neues, Freieres und Verletzlicheres zu setzen.
“Wer sich wirklich für gesellschaftlichen Wandel einsetzen will und die Gleichberechtigung aller Geschlechter anstrebt, der lese dieses Buch und lasse sich von ihm verändern.”
Mithu Sanyal