Mach mit! Die Zeitungswerkstatt

Das Z-Magazin begleitet den Schlachthof seit in dem schönen Backsteinbau Kultur angeboten wird. Ursprünglich hieß sie Schlachthof-Zeitung, dann Zett (wie Zeitung), nun Z-Magazin. Doch trotz wechselnder Namen ist eins immer gleich geblieben: Die Redaktion ist offen – jede und jeder kann mitmachen – , und die Zeitung widmet sich im redaktionellen Teil einem Thema der Stadtkultur. Wobei wir darunter mehr verstehen als Theater, Film, Musik und Malerei. Wir beschäftigen uns auch mit Stadtentwicklung, Fußball oder Plattdeutsch. Im zweiten Teil des Magazins folgen ausführliche Ankündigungen der Konzerte, Theateraufführungen, Lesungen, Festivals oder Projekte, die im Schlachthof stattfinden. Das Z-Magazin erscheint alle zwei Monate und liegt kostenlos in Cafés, Kneipen, Bibliotheken, Bürgerhäusern, Kinos, Läden und Theatern aus. Es liegt auch der taz - Bremen bei.

Wenn du Interesse hast bei der nächsten offenen Redaktionssitzung dabei zu sein - oder wissen möchtest, was das Thema der nächsten Ausgabe sein wird, schreib uns einfach eine Mail oder ruf uns an!

  • Kolumne

Editorial

Der Spiegel berichtete jüngst, dass fast 94 Prozent der queeren jungen Menschen in Bayern bereits Diskriminierung erlebt haben. Das war das Ergebnis einer Studie von Dominic Frohn, Professor an der Hochschule Fresenius. Frohn nennt die Ergebnisse ›alarmierend‹, denn diese Erfahrungen führten zu deutlich weniger Wohlbefinden und Widerstandsfähigkeit bei den jungen Menschen.

Die Wissenschaftler:innen hatten rund 2.000 Personen im Alter von 14 bis 27 Jahren befragt, um zu erfahren, wie die Lebensbedingungen von LGBTIQA*-Jugendlichen und jungen Erwachsenen im Freistaat sind. Eindeutig nicht gut, soviel steht fest. Und statt nun als Landesvater für mehr Inklusion zu werben und mit gutem Beispiel voranzugehen, fällt Herrn Söder nur ein, das Gendern in Bayern zu verbieten. Ein Armutszeugnis.

Und auch wenn in Bremen nicht alles rosig ist, wenn man die Situation queerer Menschen betrachtet, so gibt es doch viel Positives. Zum Beispiel ein Queerfilm Festival, das gerade sein 30-jähriges Bestehen feiert. Wir haben wir ein Interview mit Christine Rüffert, einer der Gründer:innen, geführt. Oder kompetente Berater:innen zum Thema Queerness, die in Schulen gehen oder Eltern beraten. Freddy Mo Wenner ist schon lange dabei und berichtet von ihrer Arbeit und vom Leben im Cistem.

Ellie hat eigene Erfahrungen in einer Graphic Novel verarbeitet und uns einen Teil für diese Ausgabe zur Verfügung gestellt – vielen Dank dafür! Und unsere Autorin Lara Becker hat sich in der Szene umgeschaut und stellt uns einige Queer Spaces in Bremen vor.

Für ein buntes Bremen!

Gudrun Goldmann
(Chefredakteurin)